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WIR in ITZSTEDT - Bürgertreff 2018.

Brief an den Leiter der Straßen-/Autobahmeisterei Quickborn :

Fuß-Radweg an der B 432 zwischen Itzstedt und Nahe

Guten Tag, Herr Putzer! Heute möchte ich als Gemeindevertreter und stellv. Vorsitzender des Bauausschusses der Gemeinde Itzstedt nochmals auf den Zustand des o.a. Weges hinweisen und um Abhilfe bitten. Das fragliche Teilstück befindet sich zwar nahezu ausschließlich im Gebiet der Gemeinde Nahe, ist aber im Wesentlichen für die Schülerinnen und Schüler, für andere Fahrradfahrer und für Behinderte (die auf die Nutzung von Krankenfahrstühlen angewiesen sind) aus Itzstedt von Bedeutung, da sich Schule, Einkaufsmärkte Optiker, Arzt- und Zahnarztpraxen usw. in Nahe befinden. Es vergeht kaum eine Gemeindevertretersitzung, ein Elternabend an der Schule oder eine Sitzung des Seniorenbeirates, ohne dass der desolate Zustand des Radweges beklagt und Abhilfe erbeten wird. Seitens der kommunalen Vertreter wird dann immer darauf verwiesen, dass die Zuständigkeit beim LBV /der SM liegt, dass diese informiert sind, entsprechende Anträge wegen fehlender Mittel jedoch ablehnen. Gestern rief ein Nachbar (Herr Ronald Möller) empört bei mir an und schilderte folgendes Erlebnis: Auf der Rückfahrt von Nahe nach Itzstedt fuhr er mit seinem Fahrrad auf dem o.a. Radweg hinter einer behinderten Itzstedter Bürgerin her, die mit ihrem Elektro-Krankenfahrstuhl vor ihm herfuhr. Sie hatte offensichtlich eingekauft, in ihrem eingebauten Korb befanden sich original verpackte Haushaltswaren. (Die in Nahe befindlichen Einkaufsmärkte sind behindertengerecht und auch mit Krankfahrstühlen erreichbar und befahrbar) Im Bereich der Wurzelaufbrüche fuhr die Dame extrem langsam; offensichtlich kannte sie die Gefahrstellen. Mein Nachbar überholte nicht, um die Dame nicht zu verunsichern. Er beobachtete, dass der Krankenfahrstuhl trotz geringer Geschwindigkeit und geschickter Fahrmanöver durch die Unebenheiten erheblich schwankte und dass einige Waren aus dem Korb auf den Radweg fielen. ‚Wegen ihrer Behinderung wäre die Dame niemals in der Lage gewesen, die Waren selbst aufzusammeln. Herr Möller sammelte die Sachen auf, beruhigte die Dame und begleitete sie auf dem letzten Stück vor der Ortseinfahrt nach Itzstedt, wo die Schäden am stärksten sind. Nach übereinstimmendem Fachwissen besteht wegen der schmalen Bauweise dieser Fahrzeuge und dem hohen Gewichtsschwerpunkt bei derartigen Straßenverhältnissen durchaus Umkippgefahr. Es ist auch abzusehen, dass wegen der Aufbrüche kein ordnungsgemäßer Winterdienst mehr durchgeführt werden kann. Die beschriebenen Mängel sind zwar nicht neu, momentan jedoch extrem ausgeprägt und gefährlich. Es ist darauf hinzuweisen und auch zu beobachten, dass mit zunehmendem Altersdurchschnitt in Itzstedt (momentan sind in Itzstedt 496 Bürger über 60 Jahre alt) auch mehr Bürger auf die Nutzung von Krankenfahrstühlen angewiesen sind. Zudem betreiben wir seit 1 Jahr eine Gemeinschaftsschule in Nahe. Viele Schüler/innen der 5. und 6. Klasse, die vorher von Itzstedt mit Bussen nach Norderstedt, Bad Oldesloe, Henstedt Ulzburg oder Bad Segeberg fuhren, fahren jetzt mit ihren Fahrrädern nach Nahe. Einige Eltern fahren ihre Kinder wegen des desolaten Fahrradweges mit dem Pkw zur Schule oder lassen sie per Bus fahren. Die Anzahl dieser „Fahrradschüler“ wird sich noch vervielfachen, da künftig alle Schüler mit aufwachsendem Alter bis zur 10. Klasse die Gemeinschaftsschule in Nahe besuchen werden. Unabhängig von der Frage, ob hier die Verkehrssicherungspflicht des Straßenbaulastträgers verletzt wird, sollte
  • - wegen der menschlichen Probleme, die mit dem geschilderten Fall deutlich werden und
  • - weil gerade die verkehrsschwächsten Verkehrsteilnehmer (Radfahrer/innen, Senioren, Behinderte, Schüler), für die wir besonders verantwortlich sind, auf einen zumindest akzeptabeln Zustand des Radweges zwingend angewiesen sind,
hier so schnell wie möglich Abhilfe zu schaffen! Eine Sperrung des Radweges ist nicht akzeptabel, da die o.a. „schwächeren“ Verkehrsteilnehmer auf dessen Nutzung zwingend angewiesen sind. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie mich / die Gemeinde kurzfristig über eine mögliche Abhilfe und eventuelle Terminvorstellungen informieren und mögliche Problemlösungen bei einem Ortstermin mit gemeindlicher Beteiligung erörtern Mit freundlichem Gruß Helmut Thran

Erfreulich - Aktion des SPD-Fraktionssprechers hatte raschen Erfolg!

In der zurückliegenden Zeit wurde die Gemeinde wiederholt auf den maroden
Zustand des Fuß-Radweges hingewiesen und um Abhilfe gebeten. Die Versuche
der Gemeinde waren - aus welchen Gründen auch immer - bisher erfolglos.
Erst nach dem Schreiben von Helmut Thran an die Straßenmeisterei kam Bewegung in die Sache.
Schon wenige Tage später wurden die schlimmsten Schäden behoben
und ein Gespräch zwischen dem Bürgermeister und dem Leiter der zuständigen
Straßenmeisterei vereinbart!
Auch erfreulich: Die Leitung der Gemeinschaftsschule Nahe und Mitglieder des Seniorenbeirates haben sich ausdrücklich für das Engagement für die Sicherheit der Radwegbenutzer bedankt! Dank erfährt man so selten, dass man es schon erwähnen sollte! Dank ist schön und spornt an!
Nachtrag 14.10.2008:Noch erfreulicher: Das Gespräch hat inzwischen stattgefunden! Am Ende stand die Zusage, dass der Radweg spätestens 2009 eine neue Asphaltdecke erhält und auf der Itzstedter Seite gepflastert wird! Endlich die längst überfällige Kompletterneuerung des Radweges! Der Einsatz hat sich gelohnt!

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