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WIR in ITZSTEDT - Bürgertreff 2018.

Umsetzungen 2008-2013 :

Holzhackschnitzelheizwerk und Biogasanlage

Im Holzhackschnitzelheizwerk, das über 200 Wohnungen mit Fernmwärme versorgt, wurde von e-on immer mehr fossiles Gas (das e-on für viel Geld selbst verkaufte) und immer weniger Holz verbrannt! Diese vertragswidrige und ökologisch nicht gewollte Entwicklung konnten WIR mit Unterstützung vieler Bürger/innen und mit lautstarken pressewirksamen Protesten erfolgreich stoppen. Der Anteil der Holzschnitzelverbrennung wurde wieder auf über 50 % gesteigert.
Doch mit der Biogasanlage C4 an der B 432 begann eine ganz neue Entwicklung. Mit einem Teil der bei der Stromerzeugung anfallenden „Abwärme“ wurden das Krankenhaus und das Forschungsinstitut in Borstel beheizt. Wir wollten die zusätzliche Abwärme unserer Fernheizung zuführen. Der Vorschlag wurde abgelehnt, weil eine Fernwärmeleitung zu teuer und unwirtschaftlich ist. Nun schlugen wir vor, das Biogas nach Itzstedt zu leiten und im Nahbereich des Holzhackwerkes mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) Strom zu erzeugen. So könnte die Abwärme wirtschaftlich unserer Fernwärme zugeführt werden. Nach anfänglicher Ablehnung wurde dieses Konzept dann doch realisiert. Seit Anfang 2012 wird die Abwärme „unserem“ Fernheizwerk zugeführt. Im Sommer kann damit der Fernwärmebedarf erfüllt und die aufwändige Wartung der abgeschalteten Holzverbrennungsanlage durchgeführt werden. Während der Heizperiode wird sie wieder angefahren. So muss nur noch während der Spitzenverbrauchszeiten Fossilgas verbrannt werden. Obwohl dieses System noch kein ganzes Jahr läuft, konnte der Anteil der erneuerbaren Energie inzwischen auf über 67 % gesteigert werden.
Zusätzlich wurde noch ein Pufferspeicher errichtet. Auch dieser Vorschlag eines Itzstedters war vorher jahrelang mehrfach abgelehnt worden. Jetzt zeigt die Praxis, dass mit dem Speicher Spitzenverbrauchszeiten besser abgefedert und deutliche Spareffekte erzielt werden. Insgesamt scheint es realistisch, dass der Anteil der erneuerbaren Energie für unsere Fernwärmeerzeugung auf 80 – 90 % gesteigert werden kann. Erfreulich für die Umwelt und langfristig hoffentlich auch kostengünstiger für die Verbraucher!
Der gemeindliche/genossenschaftliche Betrieb des Fernwärmeheizwerkes bleibt als Ziel bestehen. Momentan sehen wir aber noch keine Möglichkeiten einer Realsierung!
Mit dem Biogaswerk wurde hier erreicht, was sich viele Umweltfachleute und Gemeinden wünschen: Itzstedt ist nicht nur eine „Selbstversorgergemeinde“-sondern sogar eine Stromexportgemeinde“. Hier wird mit 5,9Mio. Kwh mehr Strom erzeugt als verbraucht (5,5Mio kWh). Dennoch: Der Maisanbau muss eingedämmt und möglichst reduziert werden. Die Gemeinden haben hier keine wirksamen Steuerungsmöglichkeiten. Wir können lediglich den weiteren Ausbau der Biogasanlage verhindern. Wir hoffen aber, dass mittelfristig andere und umweltfreundlichere Energieträger angebaut werden und der Maisanbau zurückgefahren wird.

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