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WIR in ITZSTEDT - 2018.

Bleibt unser Kindergarten nicht mehr in Itzstedter Hand? :

Kommunalpolitik

Quelle: Segeberger Zeitung

Presseartikel (Segeberger Zeitung) zum Kita-Zweckverband Nahe-Itzstedt.

CDU/FDP wollen fremden Träger und lehnen Naher Zusammenarbeitsangebot ab.

43 Jahre lang haben Itzstedter Eltern "ihren" Kindergarten erfolgreich selbst geleitet. Nach der Kündigung durch den Kinderbetreuungsverein wollen CDU und FDP die erfolgreiche Ära örtlicher Eigenverantwortung beenden und die Trägerschaft/Verantwortung zum 31.12.18 an eine ortsfremde Einrichtung abgeben.

 

 

Die SPD möchte Trägerschaft und Verantwortung in der Gemeinde behalten! 

Bei der in vielen Orten praktizierten "gemeindlichen Trägerschaft" bleibt sie bei der von den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde gewählten Gemeindevertretung. Kita-Leitung und Elternvertretung beraten das pädagogische Konzept, Personalentscheidungen, Betreuungsangebote und -umfang und Ausstattung mit dem Fachausschuss der Gemeinde (in dem meist auch Eltern und Erzieher vertreten sind) dem Bürgermeister und der vorhandenen Fachabteilung der Amtsverwaltung. Die letzte Entscheidung bleibt bei der gewählten Gemeindevertretung.

Eltern und Kinder können bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden die Verantwortlichen im Dorf direkt ansprechen! Bei einem fremden Träger fallen diese Vorteile weitgehend weg. Die letzte Entscheidung trifft dann der ortsfremde Träger, der in Lübeck, Segeberg, Pinneberg oder sonst wo sitzt und sich gut dafür bezahlen lässt. Hinzu kommt, dass fremde Träger oft schlechtere Gehalts- und Versorgungstarife als der öffentliche Dienst haben. Auch wenn bei einem Betriebsübergang keine Gehaltskürzungen erfolgen dürfen, sind sie bei Neueinstellungen möglich und "Altangestellte" müssen so lange auf Lohnzuwächse verzichten, bis sie dem Tarif des Trägers angeglichen sind.

 

Das sind nur einige Gründe, die aus unserer Sicht und aus Sicht vieler Gemeinden, Eltern und Erzieher/innen gegen einen fremden auswärtigen Träger sprechen.

 

In einer von uns im Sommer 2017 initiierten gemeinsamen Sitzung der vier "Bau-" und "Kindergartenausschüsse" aus Nahe und Itzstedt wurde einhellig beschlossen die mögliche Kita-Zusammenarbeit mit allen Elternvertretungen, Kita-Leitungen, Fraktionen und Amtsverwaltung zu erörtern. Erst nach einem erneuten Antrag der SPD-Fraktion fand diese gemeinsame Beratung endlich im März 2018 statt. Die o.a. Vorteile können bei einer gemeinsamen gemeindlichen Kita-Trägerschaft (Zweckverband) optimiert und ergänzt werden. Hier ist u.a. auf die mögliche freie Wahl für Eltern und Kinder zwischen den künftigen Kita-Standorten in Nahe und Itzstedt hinzuweisen. Gleiche Gebühren, einfachere Abstimmung verschiedener Öffnungs- und Betreuungsangebote, Kostensenkungen durch geringeren Verwaltungs-aufwand, gemeinsame Einkäufe, Ausbildung und Nutzung technischer Anlagen und eine bessere finanzielle und soziale Absicherung der Erzieher/innen sind weitere Gründe, die für eine gemeinsame gemeindliche Trägerschaft sprechen.

 

Doch alle Argumente verpufften: CDU und FDP in Itzstedt lehnten dieses Modell und die von Nahe angebotene engere Zusammenarbeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger bei der Abstimmung am 17.04. ohne nachvollziehbare Argumente ab. "Wenn der Bürgermeister das doch nicht will, geht das doch nicht!" - Dieses „Argument“ aus einem Vorgespräch darf noch erwähnt werden und es sollte nachdenklich machen!

Erfreulich: Die Gemeindevertretung Nahe hat ihr vorher mit der Elternvertretung und der Kita-Leitung abgestimmtes Angebot bei ihrer Sitzung am 19.04. einstimmig (auch mit der Naher CDU-Fraktion!) aufrecht erhalten.

Einladung: Diese und weitere gemeindlichen Projekte, Anregungen und Fragen können sie am Freitag, den 4.5., ab 19.00 Uhr in Juhls Gasthof mit uns erörtern!

AKTUELL: Wegen der unklaren Beschlusslage hat SPD-Fraktionssprecher Helmut Thran mit der Fachabteilung, dem Leiter der Amtsverwaltung und Bürgermeister Reese die Rechtslage klären lassen. Demnach wurde nur die Vorlage zur Zusammenarbeit mit Nahe abgelehnt.
CDU und FDP haben sich in der Sitzung zwar eindeutig gegen eine gemeindliche und für eine fremde Trägerschaft ausgesprochen, diese Meinungsäußerung war aber nicht Bestandteil der Beschlussfassung.
 
 

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